Eine Karte für einen erleichterten Zugang von Personen mit Behinderung zu Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten
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Einführung der European Disability Card in Belgien

18 Oktober 2017
Beeinträchtigte Personen stellen mehr als 15% der belgischen Bevölkerung dar. In der Vergangenheit waren sie oft mit Schwierigkeiten konfrontiert, wenn es darum ging, ihre Beeinträchtigung an Museumskassen, in Freizeitparks oder Sportzentren zu beweisen. Für Dienstleister in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit ist es in der Tat nicht immer einfach festzustellen, ob eine Person für einen Preisnachlass, einen reservierten Parkplatz oder einen sonstigen Vorteil in Frage kommt.

StartDeshalb wurde das Projekt der European Disability Card ins Leben gerufen. Das Ziel ist es eine Karte zu schaffen, die den Unterstützungsbedarf einer Person bescheinigt. Diese Karte wird es diesen Personen erlauben eine Reihe von Vorteilen in Anspruch zu nehmen in den Bereichen der Kultur, des Sports und der Freizeit.

Bei der offiziellen Einführung am 19. Oktober stellten Staatssekretärin Zuhal Demir, der flämische Minister Jo Vandeurzen, die wallonische Ministerin Alda Greoli, die Ministerin der COCOF Céline Frémault, der Minister der Deutschsprachigen Gemeinschaft Antonios Antoniadis und die Europäische Kommissarin Marianne Thyssen die Karte vor.

Von diesem Datum an können Menschen mit anerkannten Beeinträchtigungen, oder Menschen, die eine Unterstützung von eine der fünf belgischen Institutionen verantwortlich für die Inklusion von Personen mit Beeinträchtigungen (FÖD Soziale Sicherheit, DSL, AViQ, PHARE, VAPH) erhalten, eine persönliche Karte beantragen.

Die European Disability Card ist ein europäisches Projekt. Es ist im Rahmen einer Initiative der Europäischen Kommission entstanden. Die Einführung der Karte wurde nicht nur in Belgien von der Europäischen Kommission kofinanziert: auch in Zypern, Estland, Finnland, Italien, Malta, Slowenien und Rumänien können Menschen mit Beeinträchtigungen diese Karte gebrauchen.

Viele Anbieter, wie z.B. Mini-Europe, les Grottes de Han oder der Antwerpener Zoo, sind bereits ein Partner des European Disability Card geworden und nehmen diese auch schon an. Die Anzahl an Dienstleistern, die die Karte akzeptieren, soll auch in Zukunft weiter steigen. Die Dienstleister können sich ganz einfach online einschreiben und ein Label wird ihnen erteilt – dieses Label erlaubt es ihnen, ihre Initiative für Personen mit Beeinträchtigungen in den Vordergrund zu stellen.

Die Partner haben freie Wahl, wenn es darum geht zu bestimmen, welche Vorteile die European Disability Card gewährt. Es können bereits angebotene Vorteile sein oder neue Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Unterstützungsbedarf – einige Beispiele: Preisnachlasse, Audio-Guides, reservierte Parkplätze, Easy Access-Pass, …

Eine Informationskampagne ist für die Öffentlichkeit vorgesehen im Herbst 2017. Zusätzlich zur bestehenden Internetseite wird sich diese Kampagne auf der Verteilung von Postern und Flyern (in vier Sprachen FR, NL, DE, EN und in Leichter Sprache) und auf der Kommunikation durch große, belgische Medien stützen.