Eine Karte für einen erleichterten Zugang von Personen mit Behinderung zu Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten
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Das Projekt

Die Karte soll Personen mit Unterstützungsbedarf ihre Teilhabe an der Gesellschaft sowie die Zugänglichkeit erleichtern. Das Projekt entspricht einem Wunsch der Personen mit Unterstützungsbedarf und der Organisationen, die ihre Interessen vertreten, und ist Teil einer Initiative der Europäischen Kommission, welche die Einführung der Karte finanziell gefördert hat.

Acht EU-Mitgliedsstaaten nehmen am Projekt zur Entwicklung der Karte teil: Belgien, Estland, Finnland, Italien, Malta, Slowenien, Rumänien und Zypern.

Weitere Informationen zum europäischen Projekt

Die Idee einer European Disability Card ist nicht neu und wurde schon mehrmals auf europäischer Ebene besprochen. Von Anfang an hat Belgien angegeben, sich an einer solchen Initiative beteiligen zu wollen.

Es ist übrigens nicht unwichtig, daran zu erinnern,

  • dass diese Initiative auf eine Anregung vom BDF (Belgian Disability Forum) zurückzuführen ist, welche anschließend vom EDF (European Disability Forum) übernommen wurde;
  • dass die Eurecard - eine Servicekarte die Personen mit Behinderung im Gebiet der Euregio Maas-Rhein Anspruch auf verschiedene Angebote und Vergünstigungen im touristischen, kulturellen und sportlichen Bereich gewährt – eine Initiative der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ist;
  • dass die Einführung einer solchen Karte, Handipass genannt, im föderalen Koalitionsabkommen vom 1. Dezember 2011 festgeschrieben war.

Anlässlich der Aufforderung zur Projekteinreichung durch die europäische Kommission hat Belgien im September 2015 einen Projektvorschlag für eine European Disability Card eingereicht. Dieses Abkommen hat die Prioritäten und Zielsetzungen sowie Bedingungen der europäischen Kofinanzierung bestätigt. Alle belgischen öffentlichen Diensten haben die Bereitschaft geäußert, eine European Disability Card zu realisieren.

Weil die Zuständigkeiten im Bereich der Behindertenpolitik verteilt sind, haben die betroffenen Minister einstimmig sich damit einverstanden erklärt, bei diesem Projekt zusammenzuarbeiten.

Fünf öffentliche Behörden werden die Durchführung des Projekts zusammen überwachen:

  • FÖD Soziale Sicherheit (belgische Föderalbehörde);
  • AViQ (Agence pour une vie de qualité) (Wallonien);
  • VAPH (Vlaams Agentschap voor personen met een handicap) (Flandern);
  • PHARE (Personne handicapée – Autonomie recherchée) (Französische Gemeinschaftskommission);
  • DSL (Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben) (Deutschsprachige Gemeinschaft).